Menschen mit Behinderung

Jedes Jahr am 3. Dezember findet der statt, auch bezeichnet als Internationaler Tag der Behinderten. Er soll die Belange von Menschen mit Behinderung ins Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken und den Einsatz für die Rechte der Betroffenen fördern. Die Vereinten Nationen riefen den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung im Jahr 1993 ins Leben. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ruft dazu auf, behinderte Menschen so weit wie möglich am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen.


Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen

Der 3. Dezember ist der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen. Der weltweite Aktionstag macht auf die Situation von Menschen mit Behinderungen aufmerksam und setzt sich für Inklusion, Gleichberechtigung, Barrierefreiheit und gesellschaftliche Teilhabe ein. Er erinnert daran, dass Menschen mit Behinderungen in allen Bereichen des Lebens die gleichen Rechte und Chancen haben sollen.

Der Aktionstag wurde von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen und wird seit 1992 jedes Jahr am 3. Dezember begangen. Er soll das Bewusstsein für die Herausforderungen stärken, mit denen Menschen mit Behinderungen konfrontiert sind, und gleichzeitig ihre Leistungen, ihre Selbstbestimmung und ihre gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben hervorheben.

Warum gibt es den Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen?

Die Vereinten Nationen erklärten den 3. Dezember im Jahr 1992 zum International Day of Persons with Disabilities. Seitdem steht dieser Tag weltweit im Zeichen der Rechte und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen.

Dabei geht es nicht nur um körperliche Behinderungen. Behinderungen können sehr unterschiedliche Formen haben und beispielsweise körperliche, geistige, psychische oder Sinnesbeeinträchtigungen umfassen. Entscheidend ist, dass Menschen unabhängig von einer Behinderung die Möglichkeit erhalten, ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten.

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen soll deshalb nicht Mitleid in den Mittelpunkt stellen, sondern Gleichberechtigung, Selbstbestimmung und Teilhabe.

Was bedeutet Inklusion?

Ein wichtiges Thema des 3. Dezember ist die Inklusion. Eine inklusive Gesellschaft bedeutet, dass Menschen mit und ohne Behinderungen selbstverständlich zusammenleben, lernen, arbeiten und ihre Freizeit verbringen können.

Dazu gehört beispielsweise, dass öffentliche Gebäude barrierefrei zugänglich sind, Informationen in verständlicher oder zugänglicher Form bereitgestellt werden und Menschen mit Behinderungen gleichberechtigten Zugang zu Bildung und Arbeit erhalten.

Auch digitale Barrierefreiheit wird immer wichtiger. Webseiten, Apps und digitale Angebote sollten so gestaltet sein, dass möglichst viele Menschen sie unabhängig von ihren individuellen Fähigkeiten nutzen können.

Barrierefreiheit ermöglicht Teilhabe

Barrierefreiheit ist eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Barrieren können dabei ganz unterschiedlich aussehen. Treppen können beispielsweise für Menschen im Rollstuhl oder mit eingeschränkter Mobilität ein Hindernis darstellen. Fehlende akustische oder visuelle Informationen können Menschen mit Hör- oder Sehbehinderungen ausschließen.

Auch komplizierte Sprache oder schwer verständliche Informationen können eine Barriere darstellen.

Barrierefreiheit bedeutet deshalb mehr als Rampen und Aufzüge. Sie umfasst die Gestaltung von Gebäuden, Verkehrsmitteln, Kommunikation, Bildung, Arbeitsplätzen und digitalen Angeboten.

Menschen mit Behinderungen haben Rechte

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen erinnert daran, dass Menschen mit Behinderungen vollständige und gleichberechtigte Mitglieder der Gesellschaft sind. Ein wichtiger Meilenstein ist die UN-Behindertenrechtskonvention, die die Rechte von Menschen mit Behinderungen auf internationaler Ebene stärkt.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem das Recht auf Bildung, Arbeit, politische Teilhabe, Selbstbestimmung und ein Leben ohne Diskriminierung.

Der 3. Dezember bietet deshalb auch Gelegenheit, darüber nachzudenken, wo im Alltag noch Hindernisse bestehen und wie diese beseitigt werden können.

Der 3. Dezember als Aktionstag

Am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen finden weltweit zahlreiche Veranstaltungen statt. Schulen, Vereine, Organisationen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen informieren über Inklusion und Barrierefreiheit. Diskussionen, Ausstellungen, Aktionen und Bildungsangebote sollen dazu beitragen, Vorurteile abzubauen und das Bewusstsein für die Lebensrealität von Menschen mit Behinderungen zu stärken.

Dabei geht es auch darum, die Perspektiven und Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen selbst stärker einzubeziehen. „Nichts über uns ohne uns“ ist deshalb ein wichtiger Grundsatz der internationalen Behindertenbewegung.

Gemeinsam für eine inklusive Gesellschaft

Der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember ist eine Gelegenheit, den Blick auf die Fähigkeiten und Beiträge von Menschen mit Behinderungen zu richten und gleichzeitig bestehende Barrieren kritisch zu hinterfragen.

Inklusion beginnt nicht erst bei großen politischen Entscheidungen. Sie kann bereits im Alltag stattfinden: durch Rücksichtnahme, zugängliche Informationen, barrierefreie Angebote und die Bereitschaft, Menschen unabhängig von ihren individuellen Voraussetzungen einzubeziehen.

Fazit

Der 3. Dezember – Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen macht weltweit auf die Rechte, Bedürfnisse und Lebenssituationen von Menschen mit Behinderungen aufmerksam. Im Mittelpunkt stehen Inklusion, Barrierefreiheit, Gleichberechtigung und gesellschaftliche Teilhabe.

Der Aktionstag erinnert daran, dass eine inklusive Gesellschaft allen Menschen die Möglichkeit geben sollte, selbstbestimmt zu leben und ihre Fähigkeiten einzubringen. Barrieren abzubauen bedeutet deshalb nicht nur, Menschen mit Behinderungen zu helfen – es bedeutet, die Gesellschaft für alle zugänglicher, gerechter und lebenswerter zu gestalten.