Der zweite Sonntag, aktuell am 13. ’26 Dezember, ist seit 1992 der Internationale Kinder-Fernsehtag. Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, UNICEF, hat Fernsehstationen auf der ganzen Welt aufgerufen, in ihren Programmen die Anliegen und Interessen der Kinder in den Focus zu stellen.
Eine kleine sachliche Präzisierung: Der Internationale Kinder-Fernsehtag bzw. International Children’s Day of Broadcasting (ICDB) wurde 1992 von UNICEF gemeinsam mit der International Academy of Television Arts & Sciences ins Leben gerufen. Er findet traditionell am zweiten Sonntag im Dezember statt; der 8. Dezember ist in manchen Kalendern als festes Datum angegeben.
Internationaler Kinder-Fernsehtag am 13. Dezember – Kinder bekommen eine Stimme
Der 13. Dezember steht im Kalender für den Internationalen Kinder-Fernsehtag. Der Aktionstag, international als International Children’s Day of Broadcasting (ICDB) bekannt, wurde Anfang der 1990er-Jahre von UNICEF gemeinsam mit der internationalen Fernsehbranche ins Leben gerufen. Seit 1992 soll dieser besondere Tag darauf aufmerksam machen, dass Kinder nicht nur Zuschauerinnen und Zuschauer von Fernsehen und Medien sein sollen, sondern selbst zu Wort kommen und ihre Sichtweisen, Wünsche und Anliegen ausdrücken können.
Was ist der Internationale Kinder-Fernsehtag?
Der Internationale Kinder-Fernsehtag widmet sich der Frage, welche Rolle Kinder in den Medien spielen. Fernsehsender und Radiostationen werden dazu aufgerufen, Programme für und mit Kindern zu gestalten und Kindern eine aktive Rolle in der Medienproduktion zu geben.
Das bedeutet: Kinder sollen nicht lediglich Gegenstand von Berichten sein. Sie können selbst interviewen, moderieren, Fragen stellen, diskutieren, Geschichten erzählen oder über Themen sprechen, die sie beschäftigen. Damit wird eine wichtige Botschaft vermittelt: Kinder haben eine Stimme – und diese Stimme soll gehört werden.
Bereits in den ersten Jahren beteiligten sich zahlreiche Fernsehsender und Radiostationen weltweit. UNICEF berichtete beispielsweise, dass sich 1992 zunächst rund 80 Länder beteiligten und die Zahl bereits im folgenden Jahr auf 108 Länder anstieg.
Kinderrechte und Medien
Der Kinder-Fernsehtag steht eng mit den Kinderrechten verbunden. Kinder haben das Recht, ihre Meinung zu äußern und an Entscheidungen beteiligt zu werden, die sie betreffen. Medien können hierfür eine wichtige Plattform sein.
Fernsehen und Radio erreichen viele Menschen und können dazu beitragen, Kinderrechte bekannter zu machen. Gleichzeitig tragen Medien eine besondere Verantwortung: Kinder sollen altersgerechte, informative und unterhaltsame Inhalte erhalten und vor schädlichen Darstellungen geschützt werden.
Der Internationale Kinder-Fernsehtag erinnert deshalb auch Erwachsene daran, Kindern zuzuhören und ihre Perspektive ernst zu nehmen.
Kinder machen Fernsehen
Eine besondere Idee des Aktionstages besteht darin, Kindern selbst Gelegenheit zu geben, Medien zu gestalten. Sie können beispielsweise als junge Reporterinnen und Reporter tätig werden, Interviews führen oder eigene Beiträge produzieren.
Dadurch lernen Kinder nicht nur den Umgang mit Medien. Sie erfahren auch, dass ihre Gedanken und Erfahrungen wertvoll sind. Selbstvertrauen, Kreativität und Kommunikationsfähigkeit können dadurch gestärkt werden.
Gerade in einer Zeit, in der Kinder und Jugendliche mit Fernsehen, Internet, sozialen Medien und Streamingangeboten aufwachsen, ist Medienkompetenz besonders wichtig. Kinder sollten lernen, Medien nicht nur zu konsumieren, sondern sie kritisch zu hinterfragen und möglichst auch selbst kreativ zu nutzen.
Warum ist der Kinder-Fernsehtag heute wichtig?
Die Medienwelt hat sich seit 1992 grundlegend verändert. Neben dem klassischen Fernsehen spielen heute Streamingdienste, YouTube, soziale Netzwerke, Podcasts und andere digitale Angebote eine große Rolle. Trotzdem ist die Grundidee des Kinder-Fernsehtages aktueller denn je: Kinder sollen in den Medien sichtbar sein und ihre Meinung äußern können.
Dabei geht es nicht darum, Kindern einfach möglichst viel Bildschirmzeit zu ermöglichen. Vielmehr geht es um hochwertige Inhalte, Beteiligung und einen verantwortungsvollen Umgang mit Medien.
Kinder haben unterschiedliche Lebensbedingungen, Wünsche und Erfahrungen. Medien können dazu beitragen, diese Vielfalt sichtbar zu machen und Verständnis füreinander zu fördern.
Ein Tag zum Zuhören
Der Internationale Kinder-Fernsehtag lädt Erwachsene dazu ein, einmal bewusst zuzuhören: Was bewegt Kinder? Was macht ihnen Sorgen? Wovon träumen sie? Wie stellen sie sich ihre Zukunft vor?
Die Antworten können überraschend, kreativ und manchmal auch unbequem sein. Gerade deshalb ist es wichtig, Kindern Raum zu geben.
Der Internationale Kinder-Fernsehtag am 8. Dezember erinnert uns daran, dass Kinder nicht nur die Zuschauerinnen und Zuschauer von morgen sind. Sie sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft heute.
Eine gute Medienwelt für Kinder sollte deshalb nicht nur über Kinder sprechen, sondern mit Kindern sprechen. Denn wer Kindern eine Stimme gibt, nimmt ihre Rechte, ihre Wünsche und ihre Zukunft ernst.
Der Tag – Motto „Respekt für Kinder“ – bei Unicef
