Seit Juli 1996 hat das Freiwilligenprogramm der Vereinten Nationen seinen Sitz in Bonn. Dieses Programm und seine Helfer stehen im Mittelpunkt eines alljährlich am 5. Dezember begangenen Internationalen Tages der Freiwilligen, der von der Generalversammlung der Vereinten Nationen 1985 eingerichtet wurde.
5. Dezember – Internationaler Tag der Freiwilligen
Der 5. Dezember ist der Internationale Tag der Freiwilligen. Die Vereinten Nationen haben diesen weltweiten Gedenk- und Aktionstag ins Leben gerufen, um die Bedeutung freiwilligen Engagements für Gesellschaft und Gemeinschaft hervorzuheben. Millionen Menschen engagieren sich weltweit freiwillig, schenken anderen ihre Zeit und ihre Fähigkeiten und leisten damit einen wichtigen Beitrag für ein solidarisches und friedliches Zusammenleben.
Der Internationale Tag der Freiwilligen wird häufig auch als Internationaler Tag des Ehrenamtes bezeichnet. Er bietet Gelegenheit, den vielen Menschen zu danken, die sich freiwillig für andere einsetzen – sei es im sozialen Bereich, im Sport, im Katastrophenschutz, in der Nachbarschaftshilfe, im Umweltschutz, in der Kultur oder in der Entwicklungszusammenarbeit.
Warum gibt es den Internationalen Tag der Freiwilligen?
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen erklärte den 5. Dezember im Jahr 1985 zum „International Volunteer Day for Economic and Social Development“. Seitdem wird der Internationale Tag der Freiwilligen jedes Jahr weltweit begangen.
Im Mittelpunkt steht die Anerkennung der Arbeit von Menschen, die sich freiwillig für ihre Mitmenschen und für die Gesellschaft einsetzen. Gleichzeitig soll der Aktionstag dazu ermutigen, sich selbst zu engagieren und die vielfältigen Möglichkeiten der Freiwilligenarbeit kennenzulernen.
Was bedeutet freiwilliges Engagement?
Freiwilligenarbeit bedeutet, dass Menschen ihre Zeit, ihre Kenntnisse oder ihre Fähigkeiten freiwillig für andere oder für einen guten Zweck einsetzen. Häufig geschieht dies ohne Bezahlung und außerhalb der beruflichen Tätigkeit.
Die Formen des freiwilligen Engagements sind äußerst vielfältig. Menschen helfen beispielsweise älteren oder kranken Personen, betreuen Kinder und Jugendliche, engagieren sich in Sportvereinen oder unterstützen soziale Einrichtungen. Andere helfen bei der Feuerwehr, im Rettungsdienst oder im Katastrophenschutz.
Auch Umweltschutz, Tierschutz, Kultur, Bildung und internationale Hilfsprojekte sind wichtige Bereiche der Freiwilligenarbeit.
Freiwillige stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt
Freiwilliges Engagement ist ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Ehrenamtliche übernehmen Verantwortung und helfen dort, wo Unterstützung gebraucht wird. Dadurch entstehen Begegnungen, Freundschaften und ein stärkeres Gefühl der Zusammengehörigkeit.
Besonders sichtbar wird die Bedeutung freiwilliger Helferinnen und Helfer bei Katastrophen oder anderen Notlagen. Doch auch im alltäglichen Leben leisten Freiwillige wertvolle Arbeit. Ohne das Engagement vieler Menschen wären zahlreiche Vereine, Initiativen und gemeinnützige Projekte in ihrer heutigen Form kaum möglich.
Freiwilligenarbeit kann außerdem Brücken zwischen unterschiedlichen Generationen und gesellschaftlichen Gruppen bauen. Menschen kommen miteinander ins Gespräch, lernen voneinander und erfahren, dass gemeinsames Handeln etwas bewirken kann.
Warum engagieren sich Menschen freiwillig?
Die Gründe für freiwilliges Engagement sind unterschiedlich. Viele Menschen möchten anderen helfen und etwas Sinnvolles für die Gemeinschaft tun. Andere möchten ihre persönlichen Fähigkeiten einsetzen, neue Erfahrungen sammeln oder neue Menschen kennenlernen.
Freiwilligenarbeit kann deshalb nicht nur für die Gesellschaft, sondern auch für die engagierte Person selbst bereichernd sein. Sie ermöglicht es, Verantwortung zu übernehmen, soziale Kompetenzen zu entwickeln und neue Perspektiven kennenzulernen.
Dabei muss freiwilliges Engagement nicht immer viele Stunden pro Woche beanspruchen. Auch eine gelegentliche Unterstützung bei einer Veranstaltung, eine Nachbarschaftshilfe oder die Mitarbeit an einem zeitlich begrenzten Projekt kann einen wertvollen Beitrag leisten.
Der 5. Dezember als Tag des Dankes
Der Internationale Tag der Freiwilligen am 5. Dezember ist vor allem ein Tag der Anerkennung. Er macht sichtbar, wie viel Zeit und Energie Menschen freiwillig für andere aufbringen.
Ein einfaches „Danke“ an die Ehrenamtlichen ist deshalb mehr als eine Höflichkeit. Es zeigt Wertschätzung für eine Tätigkeit, die häufig im Hintergrund stattfindet und dennoch für das gesellschaftliche Leben von großer Bedeutung ist.
Gleichzeitig lädt der Aktionstag dazu ein, selbst aktiv zu werden. Wer sich freiwillig engagieren möchte, findet in Vereinen, sozialen Einrichtungen, Hilfsorganisationen, Umweltinitiativen oder lokalen Projekten zahlreiche Möglichkeiten.
Fazit: Freiwilligenarbeit verbindet Menschen
Der Internationale Tag der Freiwilligen am 5. Dezember würdigt weltweit die Menschen, die sich freiwillig für andere und für die Gemeinschaft einsetzen. Er erinnert daran, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt nicht nur durch staatliche Einrichtungen entsteht, sondern auch durch die Bereitschaft vieler Menschen, Verantwortung zu übernehmen und zu helfen.
Ob im Verein, in der Nachbarschaft, im sozialen Bereich, beim Umweltschutz oder in der Katastrophenhilfe: Freiwilliges Engagement kann viel bewegen. Der 5. Dezember ist daher eine gute Gelegenheit, den vielen Freiwilligen Danke zu sagen und darüber nachzudenken, wie jeder Einzelne einen Beitrag für eine solidarische Gesellschaft leisten kann.
