Wir sprechen auch von Allerheiligenabend: Der etymologische Ursprung von Halloween geht auf den amerikanisch-englischen Ausdruck All Hallows‘ Eve zurück, den Abend vor Allerheiligen.
Das Fest Allerheiligen, das in vielen Ländern Europas, auch in Frankreich und in vielen deutschen Bundesländern, begangen wird, wurde offiziell von Papst Gregor IV. im Jahr 835 als Hochfest der katholischen Kirche auf den 1. November festgelegt. An diesem Festum Omnium Sanctorum wird aller bekannten und unbekannten Heiligen gedacht. Schon über 200 Jahre davor gab es ein solches Fest: Papst Bonifatius IV. weihte in den Jahren 609/610 das heidnische römische Pantheon in Rom – zuvor das Heiligtum einer antiken Gottheit – der Jungfrau Maria und allen Märtyrern und ordnete eine jährliche Feier an.
Halloween – Geschichte, Bedeutung und Bräuche am 31. Oktober
Der Anlass wird jedes Jahr am 31. Oktober gefeiert und gehört heute zu den bekanntesten Festen rund um den Globus. Besonders in den USA, Kanada, Großbritannien und Irland ist Halloween weit verbreitet. Aber auch in Deutschland erfreut sich das Fest seit einigen Jahrzehnten großer Beliebtheit. Verkleidungen, geschnitzte Kürbisse, Süßigkeiten und schaurige Dekorationen gehören zu den bekanntesten Halloween-Bräuchen.
Der Name Halloween geht auf die englische Bezeichnung „All Hallows’ Eve“ zurück und bedeutet sinngemäß „Abend vor Allerheiligen“. Damit steht der Tag unmittelbar vor dem christlichen Feiertag Allerheiligen am 1. November.
Woher kommt Halloween?
Die Ursprünge von Halloween reichen weit in die Geschichte zurück. Häufig wird das Fest mit dem alten keltischen Fest Samhain in Verbindung gebracht. Samhain markierte im keltischen Kalender den Übergang von der hellen zur dunklen Jahreszeit und wurde traditionell um den Beginn des Novembers gefeiert.
Nach alten Vorstellungen war diese Zeit eine besondere Schwelle zwischen der Welt der Lebenden und der Welt der Toten. Geschichten über Geister, übernatürliche Wesen und die Rückkehr Verstorbener prägten die damit verbundenen Vorstellungen. Feuer und besondere Rituale spielten ebenfalls eine Rolle.
Im Laufe der Christianisierung Europas wurden ältere Traditionen teilweise mit christlichen Gedenktagen verbunden. Aus All Hallows’ Eve, dem Vorabend von Allerheiligen, entwickelte sich schließlich die Kurzform Halloween.
Warum wird Halloween am 31. Oktober gefeiert?
Halloween findet am 31. Oktober statt, weil dieser Tag der Vorabend von Allerheiligen ist. Der 1. November ist im Christentum dem Gedenken an die Heiligen gewidmet. Am 2. November folgt mit Allerseelen ein weiterer Gedenktag für die Verstorbenen.
Halloween hat sich allerdings im Laufe der Zeit weitgehend zu einem eigenständigen, vor allem kulturellen und unterhaltsamen Fest entwickelt. Religiöse Ursprünge und moderne Bräuche sind deshalb heute nicht mehr überall unmittelbar miteinander verbunden.
Typische Halloween-Bräuche
Zu den bekanntesten Traditionen gehört das Kürbisschnitzen. Ausgehöhlte Kürbisse werden mit Gesichtern versehen und von innen beleuchtet. Diese sogenannten Jack-o’-lanterns sind heute eines der wichtigsten Symbole, die zu diesem Abend gehören.
Ein weiterer beliebter Brauch ist „Süßes oder Saures“. Kinder ziehen verkleidet von Haus zu Haus und bitten um Süßigkeiten. Wer keine Süßigkeiten gibt, muss nach der traditionellen scherzhaften Vorstellung mit einem kleinen Streich rechnen.
Auch Halloween-Kostüme gehören zum Fest. Kinder und Erwachsene verkleiden sich beispielsweise als Hexen, Vampire, Gespenster, Skelette oder andere gruselige Figuren. Halloween-Partys, schaurige Dekorationen, Gruselfilme und thematische Veranstaltungen sind weitere beliebte Bestandteile des modernen Halloween.
Halloween in Deutschland
In Deutschland wurde Halloween vor allem seit den 1990er-Jahren zunehmend populär. Heute finden Ende Oktober zahlreiche Halloweenpartys, Veranstaltungen und Aktionen statt. Geschäfte bieten spezielle Dekorationen, Kostüme und Süßigkeiten an, während viele Familien ihre Häuser und Gärten mit Kürbissen, Spinnennetzen und anderen gruseligen Motiven schmücken.
Halloween ist dabei kein gesetzlicher Feiertag in Deutschland. Der 31. Oktober ist jedoch in einigen Bundesländern aufgrund des Reformationstages ein gesetzlicher Feiertag. Der Abend vor Allerheiligen selbst bleibt davon unabhängig ein kulturelles Fest.
Halloween zwischen Tradition und Moderne
Halloween verbindet heute unterschiedliche kulturelle Einflüsse. Alte Vorstellungen vom Übergang zwischen Sommer und Winter, christliche Gedenktage und moderne Unterhaltungsformen haben im Laufe der Jahrhunderte dazu beigetragen, dass sich der Anlass zu dem Fest entwickelt hat, das wir heute kennen.
Für viele Menschen steht der Tag inzwischen weniger für religiöse oder historische Vorstellungen, sondern vor allem für Spaß, Verkleidung, Kreativität und gemeinsames Feiern. Gleichzeitig macht die Beschäftigung mit der Geschichte des Festes deutlich, wie sich Bräuche verändern und über Generationen hinweg neue Bedeutungen erhalten können.
Kurz zusammengefasst
Halloween wird am 31. Oktober gefeiert und ist heute vor allem für Kürbisse, Kostüme, Süßigkeiten und gruselige Dekorationen bekannt. Der Name geht auf „All Hallows’ Eve“, den Vorabend von Allerheiligen, zurück. Zu den historischen Einflüssen gehören insbesondere Traditionen aus Irland und Großbritannien sowie Vorstellungen rund um das keltische Fest Samhain. Heute ist Halloween vor allem ein beliebtes Kultur- und Unterhaltungsfest, das längst auch in Deutschland viele Anhänger gefunden hat.
