Der meteorologische Winter beginnt am 1. Dezember und umfasst die Monate Dezember, Januar und Februar.
Die Weltorganisation für Meteorologie (World Meterorological Organization, WMO), eine Unterorganisation der UN, hat die meteorologischen Jahreszeiten eingeführt, die jeweils genau drei Monate lang sind und mit dem ersten Tag des Monats beginnen, in dem der astronomische Beginn der Jahreszeit liegt.
Dies ist deshalb so geregelt, weil die astronomischen Jahreszeiten für die Auswertung der jahreszeitlich bedingten Klimawerte ungeeignet sind.
Im direkten Vergleich mit Monaten entstehen schwer interpretierbare Überlappungen. So würde eine Auswertung der Winterdaten auf astronomischer Grundlage nicht mit den Werten der Monate Dezember, Januar, Februar und März vergleichbar sein.
Winterbeginn – Wann beginnt der Winter?
Der Winterbeginn markiert den Übergang von der dunklen und oft kalten Jahreszeit in eine neue Phase des Jahres. Doch wann beginnt der Winter eigentlich? Darauf gibt es zwei unterschiedliche Antworten: Meteorologisch beginnt der Winter immer am 1. Dezember, astronomisch dagegen erst mit der Wintersonnenwende, die auf der Nordhalbkugel meist am 21. oder 22. Dezember stattfindet.
Beide Definitionen haben ihre Berechtigung. Während Meteorologen für ihre Jahreszeiten feste Monate verwenden, richtet sich der astronomische Winterbeginn nach der Stellung der Erde zur Sonne.
Meteorologischer Winterbeginn am 1. Dezember
Für die Meteorologie beginnt der Winter jedes Jahr am 1. Dezember und endet am letzten Februartag. Damit umfasst der meteorologische Winter die Monate Dezember, Januar und Februar.
Diese Einteilung hat einen praktischen Grund. Durch die Verwendung vollständiger Monate lassen sich Wetterdaten und Klimastatistiken einfacher miteinander vergleichen. Der meteorologische Winter beginnt deshalb unabhängig davon, ob es draußen bereits frostig und verschneit ist oder noch ungewöhnlich mild bleibt.
Der 1. Dezember als Winterbeginn ist somit besonders für Wetterstatistiken und klimatologische Vergleiche von Bedeutung.
Astronomischer Winterbeginn und Wintersonnenwende
Der astronomische Winter beginnt auf der Nordhalbkugel mit der Wintersonnenwende. Sie fällt je nach Jahr meist auf den 21. oder 22. Dezember.
An diesem Tag erreicht die Sonne auf der Nordhalbkugel ihre niedrigste Mittagshöhe des Jahres. Gleichzeitig erleben wir den kürzesten Tag und die längste Nacht des Jahres.
Die Ursache dafür liegt in der Neigung der Erdachse. Die Erde bewegt sich auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne, wobei ihre Rotationsachse gegenüber der Bahnebene geneigt ist. Im Winter ist die Nordhalbkugel von der Sonne weg geneigt. Dadurch steht die Sonne niedriger am Himmel und die Tage sind kürzer.
Nach der Wintersonnenwende werden die Tage auf der Nordhalbkugel allmählich wieder länger.
Der Winter beginnt – aber die kälteste Zeit kommt oft später
Interessant ist, dass der astronomische Winterbeginn nicht unbedingt mit dem Beginn der kältesten Wetterperiode zusammenfällt. Selbst wenn die Tage nach der Wintersonnenwende wieder länger werden, können Januar und Februar in vielen Regionen noch sehr kalt sein.
Der Grund dafür ist die sogenannte jahreszeitliche Verzögerung. Landflächen und insbesondere Gewässer speichern Wärme und geben sie nur langsam wieder ab. Deshalb erreichen die Temperaturen ihren Tiefpunkt häufig erst einige Wochen nach der Wintersonnenwende.
Das erklärt auch, warum der Winter trotz zunehmender Tageslänge noch lange nicht vorbei ist.
Winter in Deutschland
In Deutschland ist der Winter durch große regionale Unterschiede geprägt. In den Mittelgebirgen und den Alpen können Schnee und Frost über längere Zeit auftreten, während es in tieferen Lagen häufig wechselhaft und vergleichsweise mild bleibt.
Typische Erscheinungen des Winters sind Frost, Schnee, Eis, Raureif und kurze Tage. Allerdings ist ein Winter nicht automatisch schneereich. Besonders in den tieferen Lagen Deutschlands können Winter auch von Regen, Nebel und wechselnden Temperaturen bestimmt sein.
Das Wetter während des Winters hängt unter anderem von Luftströmungen, Hoch- und Tiefdruckgebieten sowie der Großwetterlage ab.
Natur im Winter
Mit dem Winter verändert sich auch die Natur. Viele Laubbäume haben bereits im Herbst ihre Blätter verloren und befinden sich in einer Ruhephase. Zahlreiche Tiere reduzieren ihre Aktivität oder haben besondere Strategien entwickelt, um die kalte Jahreszeit zu überstehen.
Manche Tiere halten Winterschlaf oder Winterruhe, andere bleiben aktiv und passen ihre Nahrungssuche an die winterlichen Bedingungen an. Pflanzen verfügen ebenfalls über unterschiedliche Mechanismen, um Frost und Kälte zu überstehen.
Für viele Menschen gehört gerade diese besondere Ruhe der Natur zum Charakter des Winters.
Wintersonnenwende – ein besonderer Zeitpunkt im Jahreslauf
Die Wintersonnenwende hat seit Jahrtausenden eine besondere Bedeutung für verschiedene Kulturen. Die Rückkehr des Lichts nach der längsten Nacht wurde vielerorts mit Festen und Bräuchen verbunden.
Auch heute ist die Wintersonnenwende ein faszinierender astronomischer Zeitpunkt. Sie macht deutlich, wie stark unser Leben von den Bewegungen der Erde und ihrer Position zur Sonne geprägt wird.
Nach der längsten Nacht geht es auf der Nordhalbkugel langsam wieder in Richtung Frühling – auch wenn dieser noch einige Monate entfernt ist.
Winterbeginn und Weihnachtszeit
Der astronomische Winterbeginn liegt zeitlich unmittelbar vor Weihnachten. Deshalb werden Winter, Advent und Weihnachtszeit im Alltag häufig miteinander verbunden.
Kerzenlicht, warme Getränke, Weihnachtsmärkte, Winterspaziergänge und festliche Dekorationen prägen diese Zeit. Der Gegensatz zwischen der Dunkelheit draußen und dem Licht in den Häusern macht für viele Menschen den besonderen Reiz der Jahreszeit aus.
Fazit
Der Winterbeginn kann auf unterschiedliche Weise bestimmt werden. Der meteorologische Winter beginnt am 1. Dezember, während der astronomische Winter mit der Wintersonnenwende am 21. oder 22. Dezember beginnt.
Die Wintersonnenwende ist zugleich der kürzeste Tag und die längste Nacht des Jahres auf der Nordhalbkugel. Danach werden die Tage langsam wieder länger. Dennoch kann das kälteste Wetter noch bevorstehen.
Der Winter ist eine Jahreszeit der Ruhe, der Kälte und des kurzen Tageslichts, aber auch eine Zeit besonderer Naturerlebnisse und traditioneller Bräuche. Der Winterbeginn erinnert uns daran, dass sich der Jahreslauf ständig verändert und nach der dunkelsten Zeit das Licht langsam zurückkehrt.
Kurz zusammengefasst
- Meteorologischer Winterbeginn: 1. Dezember
- Astronomischer Winterbeginn: 21. oder 22. Dezember
- Besonderes Ereignis: Wintersonnenwende
- Kürzester Tag: Tag der Wintersonnenwende auf der Nordhalbkugel
- Längste Nacht: Nacht der Wintersonnenwende
- Nach der Wintersonnenwende: Die Tage werden wieder länger
- Wintermonate meteorologisch: Dezember, Januar und Februar
