Süd-Süd-Zusammenarbeit

Bis einschließlich 2011 wurde der Tag der Süd-Süd-Zusammenarbeit jedes Jahr am 19. Dezember begangen.

Dieser internationale Gedenktag wurde von den Vereinten Nationen eingeführt, um die Zusammenarbeit zwischen den Ländern des Globalen Südens hervorzuheben und zu fördern. Unter Süd-Süd-Zusammenarbeit versteht man den Austausch von Wissen, Technologien, Erfahrungen und Ressourcen zwischen Entwicklungs- und Schwellenländern. Das Ziel ist, gemeinsame Herausforderungen zu bewältigen und nachhaltige Entwicklung zu unterstützen.

Die Wahl des 19. Dezember geht auf ein bedeutendes historisches Ereignis zurück. An diesem Tag im Jahr 1978 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen den sogenannten Buenos-Aires-Aktionsplan. Dieser steht für technische Zusammenarbeit zwischen Entwicklungsländern. Der Aktionsplan gilt als wichtiger Meilenstein, da er erstmals einen umfassenden Rahmen für die Zusammenarbeit der Länder des Südens schuf. Er betonte die Bedeutung gegenseitiger Unterstützung und erkannte an, dass Entwicklungsländer voneinander lernen und gemeinsam Lösungen für wirtschaftliche, soziale und technische Herausforderungen entwickeln können.

Der Tag der Süd-Süd-Zusammenarbeit bot jährlich Gelegenheit, die Erfolge solcher Partnerschaften sichtbar zu machen. Viele Länder in Afrika, Asien, Lateinamerika und der Karibik konnten durch gemeinsame Projekte Fortschritte in Bereichen wie Bildung, Gesundheitsversorgung, Landwirtschaft, Infrastruktur und Umweltschutz erzielen. Dabei stand nicht die klassische Entwicklungshilfe im Vordergrund, sondern der Gedanke einer gleichberechtigten Partnerschaft, bei der alle Beteiligten voneinander profitieren.

Darüber hinaus lenkte der Gedenktag die Aufmerksamkeit auf die wachsende Bedeutung der Entwicklungs- und Schwellenländer in der Weltwirtschaft. Staaten wie Brasilien, Indien, China oder Südafrika spielten zunehmend eine wichtige Rolle bei der Förderung von Innovationen und Investitionen in anderen Ländern des Globalen Südens. Die Süd-Süd-Zusammenarbeit wurde dadurch zu einem wichtigen Bestandteil der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.

Im Jahr 2011 beschlossen die Vereinten Nationen, den Gedenktag auf den 12. September zu verlegen. Dieses Datum erinnert an die Verabschiedung des Buenos-Aires-Aktionsplans im Jahr 1978 durch die teilnehmenden Staaten. Seitdem wird der Internationale Tag der Süd-Süd-Zusammenarbeit jährlich am 12. September begangen.

Bis einschließlich 2011 blieb jedoch der 19. Dezember das offizielle Datum dieses internationalen Tages. Er erinnerte an die Bedeutung von Solidarität, gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamer Entwicklung zwischen den Ländern des Globalen Südens und trug dazu bei, das Bewusstsein für die Chancen und Erfolge der Süd-Süd-Zusammenarbeit weltweit zu stärken.